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Gedanken

Alltagsgeschwafel, Gedanken

Berufsleben – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

23. Februar 2016

Heute möchte ich euch einiges über meinen kleinen aber feinen beruflichen Weg und der Zukunft davon erzählen. Wie alles angefangen hat, welche Träume ich damals hatte, wo ich nun stehe und natürlich das Wichtigste, wohin ich einmal möchte.

Tja angefangen hat alles wie bei wohl fast jedem bei uns. Mit witzigen Berufswünschen. Mal wollte ich Floristin werden, dann Kindergärtnerin oder Architektin. Ihr könnt euch denken, dass ich nichts von dem angestrebt habe. Der wirklich erste richtige und auch ernste Berufswunsch den ich hatte war tatsächlich die Schauspielerei. Ja, ich wollte Schauspiel studieren und diesen Wunsch hatte ich ziemlich lange. Angefangen hat das während meines „Darstellendes Spiel“ Kurses in der 7. Klasse und ich bin voll darin aufgegangen. Als ich meinen Eltern davon erzählt hab schlugen sie beide Hände über den Kopf zusammen und erklärten ihrer damals 13 Jährigen Tochter, dass dieser Beruf etwas ziemlich unrealistischen sei und sie mir nicht mit schon Ende 20 mit Geld aushelfen wollten. Sie sagten einen festen und gut bezahlten Job zu finden sei sehr schwierig und man wäre immer nur auf Nebenjobs angewiesen. Damals ging das natürlich links rein und rechts wieder raus und somit träumte ich weiter von Hollywood und Co. Mit den Jahren wird man allerdings vernünftiger und so sehr mir das Schauspielern Spaß machte, habe ich mich oft informiert, mit Schauspielern geredet, die heute Lehrer sind, weil sie nie davon hätten leben können. Meine Entscheidung gegen diesen Beruf nahm man mir sofort ab, als ich während meiner Fachoberschule ein 2 monatiges Praktikum im Staatstheater Hannover machte. Dieses sollte eigentlich ein halbes Jahr gehen aber diese 8 Wochen haben mir definitiv gereicht. Ich wollte nichts mehr als raus aus dieser Welt und ich habe nie solch aufgestochen und hochnäsige Menschen kennengelernt, wie diese im Staatstheater. Schauspielerei? Das war gestrichen.

Mein anderes Praktikum habe ich dann in einer Art Werbeagentur gemacht, wo ich wie ein Familienmitglied aufgenommen wurde und es war eine wirklich wunderschöne Zeit. Unsere Hauptaufgabe war es, die Messestände mit Folie zu bekleben oder auch Autos, Schilder und sonstige Sachen zu folieren. Ich habe meinen Job geliebt und dort begann meine Liebe zu meinem heutigen Beruf – Mediengestaltung. Ich lernte dort den Umgang mit den Programmen Illustrator, InDesign und PhotoShop kennen und ging total darin auf. Ab da stand mein Traumberuf fest.
Während meiner Fachoberschule bewarb ich mich also für eine Ausbildung zur Mediengestalterin in Digital und Print.

Was möchte ich euch nun sagen? Ich möchte eigentlich nur sagen, dass ihr euch sehr gut informieren solltet, über eure Traumberufe und über die Zukunftsaussichten, die diese Berufe mit sich bringen. Macht ein Praktikum in den Bereichen oder fragt Freunde oder Bekannten, die eventuell Bezug zu dem Beruf haben. Geht euren Interessen nach und versucht dadurch den passenden Weg zu finden. Ihr seid schlecht in allem was mit Zahlen zutun hat? Dann strebt auf keinen Fall an, Maschinenbau oder Informatik zu studieren, auch wenn euch das interessiert. Auf Dauer wird euch das keinen Spaß bereiten. Ich zum Beispiel fand neben der Mediengestaltung den Beruf Veranstaltungskauffrau super cool aber auch hier hat man viel mit Zahlen zutun, was mir absolut nicht liegt und somit fiel das schonmal weg. Nutzt eure Stärken und Schwächen intensiv für die Berufswahl, es hilft enorm das Passende zu finden und was soll ich sagen? Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung!

Was ist aber nun, wenn man kurz vor dem Ende steht und sich wieder einmal überlegt, wie es weiter geht? Ich habe zwar noch das 3. Lehrjahr vor mir aber das wird genauso schnell vergehen, wie auch die letzten 1 1/2 Jahre vergangen sind. Irgendwie habe ich plötzlich noch mehr Druck, denn es geht um das richtige Berufsleben. Um das richtige Geld verdienen. Um das Geld verdienen mit dem man sich eine hübsche Wohnung leisten kann, einen kleinen Urlaub oder auch später einmal die erste eigene Familie. Ich bin 20 und ja ich mache mir bereits darum meine Gedanken. Denn ich möchte nicht den falschen Weg einschlagen, möchte nicht mit 27 dastehen und sagen „Mist, das hat mir alles nicht gefallen. Ich komme nicht weiter und muss etwas neues anfangen“. Ich möchte jetzt richtig entscheiden und wissen, dass es mir damit später gut gehen wird. Und das ist wirklich nicht so einfach. Mir stehen nach der Ausbildung eigentlich (wie jedem) viele Wege offen. Ich kann in meiner Firma bleiben und Berufserfahrung sammeln. Ich kann mich direkt in anderen Firmen bewerben, etwas neues kennenlernen und somit ebenfalls Berufserfahrung sammeln. Ich kann aber auch studieren, mich weiterbilden und mehr Qualifikationen in meinen Lebenslauf bringen. Gestaltung zu studieren reizt mich schon sehr lange. Eine Fachhochschule in Bielefeld gefällt mir sehr und auch das Angebot ist nach meinem Geschmack. Ich würde noch mehr über meinen Beruf kennenlernen, noch tiefer in die Materie gehen und mein Wissen erweitern.
Allerdings ist das nicht das Einzige was mir gefällt. Berufsschullehramt im Bereich Farbtechnik & Raumgestaltung ist ebenfalls ein Studiengang den ich interessant finde. Natürlich reizt mich da die Aussicht auf gutes Geld und einem sicheren Arbeitsplatz. Außerdem war das genau der Bereich, in dem ich meine Fachhochschulreife absolviert habe und ist somit auch wieder ein riesen Reiz.

Wie ihr seht ist das alles andere als leicht und ich habe riesen Bammel mich falsch zu entscheiden oder auch kurz vorher nicht zu wissen was das Richtige ist.
Aber wisst ihr was mich beruhigt? Ich hab über Umwege, Recherchen, Rat von Mitmenschen und eigener Erfahrung auch zu der richtigen Entscheidung gefunden, jetzt eine Ausbildung zur Mediengestalterin zu machen. Also werde ich sicherlich im nächsten Jahr genau durch diese Mittel auch die richtige und für mich beste Entscheidung treffen! 🙂

Wo steht ihr so im Berufsleben und habt ihr ähnliche Gedanken, wie auch ich sie hatte/habe?

Alltagsgeschwafel, Gedanken

Die kleinen Dinge

12. Februar 2016

Habt ihr euch schon einmal gefragt, was eigentlich Glück ist? Oder einfach, was euch glücklich macht? Jetzt werden viele vielleicht an ihren Freund, ihre Familie, einen guten Job oder tolle Freunde denken und ja, dem stimme ich vollkommen zu. Doch das sind unsere ständigen Glücklichmacher, etwas das immer da ist und wir somit nicht ständig daran denken. Es ist bestehendes Glück. Doch ich rede von diesen kleinen Momenten, den Momenten die so selten geworden sind, dass man sich irre drüber freut, glücklich ist und sich doch eigentlich schon fast wundert wieso einen gerade das, was so simple scheint, die Glückmomente bringt.

Ich möchte euch jetzt von einigen Situationen berichten, die mir einfach von eine Sekunde auf die andere ein riesiges Lächeln in mein Gesicht gezaubert haben!

Ich sitze in der S-Bahn. Endlich Feierabend, Instagram und Facebook checken und nebenbei fast vergessenen WhatsApp Nachrichten antworten. Und plötzlich muss ich niesen. Weiter vertieft in mein Smartphone hätte ich es beinah überhört, doch das Mädchen, welches mir gegenüber saß, sagte lächelnd „Gesundheit“. Ich schaute sie an und erwiderte ebenfalls grinsend „Dankeschön!“. Denkt jetzt was ihr wollt aber ich habe mich so sehr darüber gefreut und noch 5 Minuten wie ein doofes Honigkuchenpferd gegrinst, weil ich das einfach total nett fand. Seid ehrlich, spricht ihr einer fremden Person Gesundheit aus, wenn sie neben euch niest? Nein und ich tue es genauso wenig. Vielleicht sollte ich es das nächste Mal tun und dieser Person ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ich bin auf der Arbeit und unterbreche diese gerade, weil ich Durst auf einen Tee habe. Ab in die Küche und den Wasserkocher angestellt. Noch schnell das Glas mit dem Teebeutel fertig gemacht. Die Zeit habe ich mir damit vertrieben, kurz auf die Toilette zu gehen. Als ich wieder kam, wurde mir bereits schon das fertig gekochte Wasser in mein Glas gekippt. Ich schnappte mir überglücklich meine Tasse und ging in das Büro von dem ich glaubte, wer es war. Ich fragte sie, ob sie mir das Wasser rein gefüllt hat und meine Kollegin antwortete mit einem strahlenden Ja, sichtlich erfreut darüber, dass ich es bemerkt habe und bedankte mich bei ihr. Ist das nicht nett? Nicht immer nur an sich sondern auch an seine Mitmenschen zu denken, hat mich einfach glücklich gemacht.

Wie steht ihr zu solchen (Glücks-)momenten?
Ich finde von solchen Situationen brauch die Menschheit mehr und wir sollten anfangen diese kleinen Gesten zu verteilen ohne Angst vor der Reaktion des Gegenübers zu haben. Mehr als freuen kann man sich nicht und wenn nicht, hast du einen Griesgram erwischt aber die hat man schließlich überall.

Alltagsgeschwafel, Gedanken

Von jetzt auf gleich: Erwachsen werden. Was will ich eigentlich?

5. November 2015

„Du hast noch Zeit, bist noch jung.“ Diesen Satz hörte ich oft in meinem Leben. Ich hörte ihn mit 16, dann mit 17 und mit 18. Und ich ruhte mich auf diesen paar Wörtern aus. Glaubte sie, entspannte mich. Und jetzt? Jetzt bin ich 20 und durchlebe gerade eine Zeit in meinem Leben, die mir oft schlaflose Nächte und wirre Gedanken bringt. Natürlich bin ich immer noch jung, natürlich bin ich erst 20 und habe noch vieles, wenn ich sogar alles vor mir. Aber die Zeit steht nicht still. Es wird niemand kommen, dich an die Hand nehmen und dir zeigen, wo es für dich lang geht. Das musst du selbst tun. Diesen Weg kannst nur du gehen. Und einfach so funktioniert es nicht. Man muss nachdenken, positives und negatives abwägen. Wohin möchte ich? Was sind meine Ziele? Was sollte ich vielleicht unbedingt jetzt tun, weil es in einem Jahr schon zu spät sein könnte?
Eigentlich kann ich ganz zufrieden sein. Ich habe mit 16 meinen Realschulabschluss gemacht, mit 18 hatte ich meine Fachhochschulreife in der Tasche. Und nun mit 20, bin ich schon im 2. Lehrjahr. Wenn alles klappt bin ich mit 21 ausgelernt. Es sollte also alles in Ordnung sein, ich sollte nicht denken, dass ich mit allem zu spät dran bin. Das bin ich auch nicht. Doch leider kommt gerade alles aufeinander. So viel, dass einem plötzlich zeigt „Kind du wirst erwachsen, erledige das selbst!“ und man steht da, mit einem Haufen Papiere vor sich, mit Aufgaben und Pflichten, die jahrelang die von Mama und Papa waren. Man telefoniert mit Behörden, man zahlt Rechnungen, Verträge werden geschlossen – du unterschreibst, du bist verantwortlich.
Ich habe da keine Angst vor, es gehört dazu und ich bin auch selbstständig. Doch es ist ein beängstigendes Gefühl. Je öfter ich mit diesen Dingen konfrontiert werde, desto mehr entferne ich mich von meiner Kindheit. Mit jeder neuen Aufgabe, Schritt für Schritt. Und das macht mir Angst. Denn ich merke: Ich habe keine Zeit mehr, ich bin noch jung aber werde erwachsen!
Und ich merke auch, dass man keine 2 Jahre hat, um irgendwelche Entscheidungen abzuwägen. So wie früher. Jetzt passiert alles hintereinander weg. Du musst Ziele vor Augen haben, in kürzester Zeit entscheiden, was du willst. Denn diese Entscheidungen werden größtenteils meine Zukunft beeinflussen.
Möchte ich nach meiner Ausbildung übernommen werden und Berufserfahrung sammeln oder soll ich studieren gehen. Gestaltung oder Berufsschullehramt? Beides gefällt mir sehr. Doch was bringt mich später mehr und was weniger voran? Oder sollte ich nicht auf das Geld achten sondern darauf, was mir einfach am meisten zusagt und worin ich aufgehe? Ja ihr merkt, ich bin gänzlich überfordert und weiß nicht, welche Entscheidungen die richtigen wären.
Ach und ausziehen, das würde ich auch gerne. Allerdings kann man sich als Azubi nicht sonderlich viel leisten und auch wenn ich Geld für Essen und Kleidung und Miete zusammen bekommen würde, die Wohnung muss erst einmal eingerichtet werden. Momentan schweifen mir so viele Gedanken in meinem Kopf herum, neue, wichtigere Gedanken, die zu Ende gedacht werden müssen und man nicht einfach zur Seite schieben kann. Ich fühle mich wie auf einer kleinen Reise, in der ich das Festland verlasse, in ein wackeliges kleines Boot steige und viele Wellen bewältigen muss, um sicher auf der anderen Seite anzukommen.

Aber auch die hohen Wellen, die Stürme und die Unruhen werden vorbei gehen. Viele mögen das vielleicht lieber, finden es spannender und reizend – aber ich nicht. Ich hab gern festen Boden unter meinen Füßen.