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Eine Woche Mallorca – Reisebericht Cala Ratjada

14. Juli 2017

Hallo meine Lieben,

lang ist es her und ich hoffe es geht euch gut!
Vor zwei Wochen war ich auf Mallorca, genauer gesagt habe ich den Urlaub auf dieser Insel in dem schönen Ort Cala Ratjada verbracht. Heute möchte ich euch ein bisschen dazu erzählen, wie es war, ob ich Geheimtipps habe, was mir dort gefällt oder auch nicht so gut gefiel. Fangen wir mal mit dem Ort im Allgemeinen an.

Cala Ratjada oder Cala Rajada
Die schöne Stadt im Nordosten von Mallorca, die heute auch Cala Rajada genannt wird, ist mit seinen knapp 6200 Einwohnern ein gemütliches Örtchen mit kleinem Hafen und jede Menge Ausgehmöglichkeiten. Üblicherweise landet man in der Hauptstadt Palma de Mallorca und fährt von dort ca. 2 Stunden bis hoch in den Nordosten.
Ich persönlich finde, dass dieser Ort das perfekte Mittelmaß von Entspannung, Sehenswürdigkeiten und Party ist. Von allem nicht zu viel und nicht zu wenig. Auch in meinem Fall, wenn man nicht feiern gehen möchte, wird man hier von den Diskotheken und kleinen Partygruppen nicht gestört.
Definitiv ein Ort für Jedermann!

Essen
In Cala Ratjada gibt es unzählige süße und gemütliche Restaurants. Vor allem wenn man an der Promenade entlang geht, ist die Mischung aus leckerem Essen und das direkte Sitzen an der Promenade einfach ein Traum. Man sitzt direkt am Wasser und kann bei einem Gläschen Wein den Ausblick genießen.

Wer Fisch liebt ist dort auf jeden Fall richtig aufgehoben aber auch für andere Geschmäcker ist viel dabei. Von Fisch, über Pasta bis hin zu kleinen Snacks und Tapas ist alles da, was das Herz begehrt. Hier findet ihr ein paar Restauranttipps von mir:

Cafe Son Moll (Träumeria)
Restaurant, Cafeteria, Taperia und Pizzeria in einem. Klingt viel, ist es auch aber trotz dessen schmeckt alles super lecker. Man wartet nicht lange auf sein Essen und Trinken, die Bedienung ist sehr freundlich und herzlich. Von dem Son Moll hat man einen direkten Blick auf das Meer – egal ob man drinnen oder draußen sitzt. Wir haben dort sehr lecker gegessen und die abendlichen Cocktails, die wir dort genossen haben, waren ebenfalls sehr gut. Trotz dessen, dass man direkt an der Promenade sitzt, ist es weder laut noch zu viel Trubel. Dem deutschen Familienunternehmen einen kleinen Besuch abzustatten kann ich mehr als empfehlen.

Tapasbar „Llagost“
Das ist mein absoluter Favorit! Ich konnte mich kaum satt essen. Diese Tapasbar – auch von einem deutschen Ehepaar geführt – sitzt nicht direkt an der Promenade sondern eher in der Ortsmitte.
Angeboten werden hier 50 verschiedene Tapassorten, von denen du alles auswählen kannst, was du möchtest. Das fängt an bei Falafel, Greencurry Shrimp Sticks, Mangobällchen, über Schinkenkroketten, Serrano-Schinken, bis hin zu Nachos.
Nebenan der Tapasbar ist sogar noch ein vegetarisches und veganes Restaurant, welches von denselben Inhabern geführt wird. Auch hier gibt es eine leckere Auswahl an veganen und vegetarischen Gerichten.

Mama Pizza
Das kleine aber feine Restaurant an der Hafenpromenade mit herrlichen Blick über den Hafen und das Meer ist urgemütlich und lädt direkt zum Mittagessen ein. Die Küche ist italienisch-mediterran mit Hauptaugenmerk auf Pizza, Pasta, Fleisch, frischem Fisch und Salaten. Sämtliche Gerichte werden im Restaurant mit ausgesuchten, hochwertigen Zutaten selbst hergestellt.
Die Einrichtung mit vielen wehenden Tüchern und dem weißen Holzfußboden ist vor allem für uns Frauen ein absoluter Hingucker und man fühlt sich direkt super wohl. Das Essen war ebenfalls sehr lecker. Allerdings hatte ich das Gefühl, dort ging es ein wenig exklusiver zu. Denn für nicht wenig Geld bekommt man auch keine sonderlich große Portion auf den Teller. Ein Besuch ist das Restaurant aber trotzdem wert.

Sehenswürdigkeiten & Attraktionen
Obwohl Cala Ratjada nicht wirklich groß ist, kann man sich trotzdem einiges ansehen oder unternehmen. Fangen wir mal bei dem Hafen und der Promenade an. Ich hab ja oben schon erwähnt, dass man dort einen tollen Blick auf das Meer hat und es einen super schönen Charme hat, dort entlang zu spazieren. Kombinieren kann man das am Ende mit den niedlichen Geschäften, die sich an der Promenade befinden. Typische spanische Läden, mit Kleinkram, Klamottenläden und sonstiges was uns Touristen eben so anzieht.
Der Hafen ist nicht sehr groß aber auch da kann man es sich in einen der Cafés und Restaurant gemütlich machen und den einfahrenden Booten beim Anliegen zuschauen.

Bootstour
Ein wohl sehr beliebtes Thema in Cala Ratjada oder Mallorca allgemein sind die Bootstouren für Touristen. Hier gibt es die komplette Bandbreite an Angeboten. Preislich variieren diese ebenfalls sehr stark und auch bei der Frage ob Party-Boot oder entspannte Rundfahrt ist genug Auswahl vorhanden. Wir haben uns für einen kleinen roten Kutter entschieden, der einmal an den Stränden von Cala Ratjada bis hin zu dem Nachbarort Cala Mesquida fahren sollte – inklusive Stop in einer ruhigen Bucht für den Badespaß. Das alles gab es für günstige 14€ pro Person. Es muss eben nicht immer das Teuerste sein. Teilweise gab es da nämlich auch Angebote für 70€ und das war mir dann für maximal 3-4 Stunden Fahrt auch einfach zu teuer.
Wir fuhren also von dem Hafen in Cala Ratjada los und hielten in der traumhaft schönen Bucht Cala Moltó, um zu baden. Ich habe in meinem Leben noch nie so ein klares, eisblaues Wasser gesehen und war hin und weg. Man konnte vom Boot direkt den Grund sehen, keine Steine, keine Algen oder Sonstiges was einen beim Schwimmen stören könnte. Eine halbe Stunde ruhigen Badespaß genossen wir somit alle. Da es an dem Tag sehr windig war und die See stürmisch, fuhren wir zur Sicherheit nicht weiter nach Cala Mesquida sondern direkt zurück zum Hafen, was absolut nicht schlimm war, denn ich litt extrem an dem Seegang und war heilfroh am Ende wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Lohnt sich aber sehr und das Geld ist es definitiv wert gewesen!

Far de Capdepera
Der Far de Capdepera ist ein Leuchtturm an der Nordostküste der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca. Er ist einer von fünf noch in Betrieb befindlichen der insgesamt 15 Leuchttürme Mallorcas. Leider Gottes kamen wir auf die Idee dort abends hinzufahren, es war bereits fast dunkel und somit konnte man kaum etwas von der wunderbaren Aussicht genießen, die man bei Tag wahrscheinlich gehabt hätte. Das war etwas schade aber ich würde jedem empfehlen, bei Tag oder beim Sonnenuntergang dort hochzufahren. Ein Auto ist beinah ein Muss, denn die Strecke dort hoch ist extrem eng, bergig und von viel Wald umgeben. Zu Fuß würde ich das zu gefährlich finden (gerade abends) und mit dem Rad ist die Steigung sicherlich zu anstrengend.

Spazieren gehen
Ja genau, einfach spazieren gehen oder durch die Gegend fahren. Ich kann es nur empfehlen. Die besten und schönsten Ecken sieht man nämlich nicht durch den Reiseführer sondern durch Eigeninitiative. Einfach losgehen oder ins Auto setzen und ohne Ziel die Gegend erkunden. Ihr glaubt nicht was teilweise für schöne Buchten oder Ecken gesehen haben, wo niemand ist.
Man hatte den Fleck einfach für sich und seine Ruhe. In einem Ort voller Tourismus eine sehr schöne Ablenkung.

Strand und Meer
In Cala Ratjada gibt es drei Strände. Cala Moll, Cala Gat und Cala Agulla, der auch der Größte von allen ist. Da unser Hotel in der Nähe des Cala Agulla Strandes lag, waren wir nur dort. Ich muss gestehen aber ein einziges Mal. Ich war bereits schon einmal vor ein paar Jahren mit einer Freundin dort und auch dieses Mal musste ich traurigerweise für mich feststellen: zu viel Menschen, zu viel Musik, zu laut und zu groß. Das ist natürlich alles Geschmackssache aber für mich und meine Vorstellung von Entspannung am Strand sieht leider anders aus und deshalb habe ich mich dort nicht wirklich wohl gefühlt. Der Strand boomt vor lauter Touristen. Wem der ganze Trubel allerdings nichts ausmacht, dem kann ich versprechen, dass auch hier das Wasser einfach nur traumhaft und sehr klar ist. Die anderen beiden Strände sind zwar kleiner und übersichtlicher aber natürlich auch gerade deswegen ebenfalls zu überfüllt. Welche tollen Alternativen es dennoch gibt, erzähle ich euch jetzt.

Umgebung
Da der Ort nicht so groß ist, hat man vieles bereits nach einigen Tagen gesehen und fängt an die Umgebung zu erkunden. Wie ich euch eben schon erzählt habe, sind überfüllte Strände überhaupt nichts für mich. Also suchten wir nach einer schönen Alternative in der Nähe und was soll ich sagen? Eine Freundin gab mir den Tipp doch mal nach Cala Mesquida zu fahren, denn dort soll es einen wunderschönen Strand mit umgebener Düne geben und das taten wir. Ich war hin und weg! Vorab ist zu sagen, dort sind auch nicht wenig Menschen gewesen und es tummeln sich ebenfalls viele Leute herum, die diesen „Geheimtipp“ bekommen haben aber trotz dessen ist es ein gewaltiger Unterschied zum Cala Agulla Beach. Ein Grund hierfür wird sicherlich sein, dass Cala Mesquida kein Ort mit viel Tourismus ist.
Dort toben keine Massen an Jugendlichen herum, die dort ausschließlich sitzen um mit lauter Musik und viel Alkohol ihr Leben zu feiern, oder Attraktionen wie Bananenboot und Speedboot. Es ist ruhig dort. Viele ältere Leute, die gemütlich in ihrem Stuhl sitzen um ein Buch zu lesen oder einfach nur das Meer zu genießen, welches im Übrigen ein absoluter Traum ist. Hier sind nicht nur Teile glasklar sondern beinah der gesamte Strand ist frei von Steinen und Algen. Es ist einfach herrlich. Umgeben von den Dünen, in denen man auf bestimmten Wegen auch wunderbar wandern kann, hat man einfach seine Ruhe und fühlt sich ungestört.
Auch Orte in der Nähe wie Arta, Cala Millor oder Canyamel sollen sehr schön sein, da waren wir allerdings nicht. Auch haben wir uns einen tag mit dem Mietwagen genommen, um nach Palma zu fahren und uns die Stadt in Ruhe anzugucken. Mit dem Auto ist es lediglich eine Stunde Fahrtzeit und die vergeht schnell. Auch das kann ich euch nur ans Herz legen – die Stadt ist wunderschön und sehenswert. Ob nun der gigantische Hafen oder die kleinen süßen Gassen, in typisch spanischem Flair mit niedlichen Restaurants – dort gibt es vieles zu sehen und wir mochten Palma unglaublich gerne.

Tipps
Zu guter Letzt habe ich noch ein paar (Geheim)-Tipps für euch.
Wir haben uns ein Auto gemietet, für 3 Tage um in der Zeit mobil zu sein und Sachen anschauen zu können, die zu Fuß nicht erreichbar sind. Das solltet ihr definitiv machen, es ermöglicht einen so viel. Lasst euch allerdings nicht übers Ohr hauen, was die unzähligen Anbieter in den Urlaubsorten angeht. Geht nicht zu dem erstbesten Autoverleih, weil ihr schnell irgendwas haben wollt. Es geht immer besser und auch günstiger. Selbst bei Europcar war das Preisleistungsverhältnis (in unseren Augen seriöser Anbieter) schlechter als bei manch anderen.
Am Ende haben wir uns für die Autovermietung lifecars entschieden. Das Angebot war super. Wir haben für 3 Tage 160€ bezahlt, inklusive Vollkasko und ohne Selbstbeteiligung. Das hatte niemand und bei den anderen hätte man die Versicherung noch zusätzlich pro Tag berechnet bekommen. Natürlich kommt der Preis auf das Modell an. Mein Traum war es einmal den Fiat 500 zu fahren und da er nur noch in Automatik und mit Schiebedach verfügbar war, kam am Ende dieser Preis bei raus. Ansonsten wäre es noch günstiger gewesen.
Denkt an die übliche Siesta! Das ist die wohlbekannte Mittagspause in vielen Ländern im Süden. In dieser Zeit sind so gut wie alle Geschäfte geschlossen. Wollt ihr also zu Mittag/Abend essen, könnt ihr das entweder bis 14 Uhr oder ab 17/18 Uhr.
Oben habe ich von unserer Bootstour gesprochen und dass es ziemlich stürmisch und windig an diesem Tag war. Dementsprechend wurde mir richtig schlecht und ich wollte nach kurzer Zeit nur noch runter vom Boot. Wenn ihr also 2-3 Tage vorher so eine Tour bucht, dann checkt ruhig mal die Wetterlage für den anstehenden Tag, um zu wissen, ob es günstig oder weniger günstig wäre an diesem Tag in See zu stechen.
Die Busfahrten vom Flughafen zum Hotel sind ehrlich gesagt schrecklich, denn auf Mallorca kennen die Busfahrer kein langsames oder vernünftiges Fahren und auch die Straßenverhältnisse sind nicht die besten. Überall befinden sich Huckel und auch wird der Verkehr nicht durch Ampeln sondern durch Kreiseln an jeder Ecke geleitet. Wem also schnell übel wird und sowas nicht gut verträgt, der sollte sich definitiv einen Mietwagen nehmen oder auch mit einem Taxi zu seiner Unterkunft fahren.

Das war mein kleiner aber feiner Reisebericht über unseren Urlaub in Cala Ratjada, Mallorca und ich hoffe da war der ein oder andere Tipp für euch dabei und es hat euch gefallen. Wart ihr denn schon einmal auf Mallorca und wenn ja, habt ihr Tipps für einen möglichen nächsten Urlaubsort? 🙂

 

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